Samstag, 21. Dezember 2013

Notlandung im Weltraum

Notlandung im Weltraum (Robinson Crusoe on Mars)



USA, 1964
Genre: Sci-Fi, Drama
Regisseur: Byron Haskin
Darsteller: Bradley Cooper, Leslie Bibb

Zwei Raumfahrer umkreisen zwecks einer Expedition den Planeten Mars. Doch ein Meteor zwingt die beiden dazu, auf dem Mars zu landen, wobei nur einer von ihnen die Landung überlebt. Der Sauerstoffvorrat ist allerdings sehr knapp und so muss der erste Mensch auf dem Mars sich zuerst um die Schwierigkeiten mit dem Sauerstoff kümmern. Glücklicherweise ist noch ein Äffchen bei ihm, so ist er wenigstens nicht völlig allein.

Authentische Landschaften unter einem orangeroten Himmel

Kommentar: In Defoes bekanntem Literaturklassiker war es ein Schiffbrüchiger, der auf einer Insel leben musste, hier ist es ein Raumfahrer, welcher auf dem Mars notlandet und dort um sein Überleben kämpft. Sein Verständnis für die neue Umgebung wächst mit der Zeit, so erleben wir aufregende Erkundungen des fremden Planeten, an dessen orangeroten Himmel wir uns langsam gewöhnen. Mit einem putzigen Äffchen durchstreift unser Protagonist seinen neuen Lebensraum und muss schon bald feststellen, dass ihm der Kontakt zu Menschen fehlt und die Isolation ihn zu entmutigen beginnt. Aus dem philosophischen Blickwinkel wird so eine Überlegung über die Wichtigkeit zwischenmenschlicher Kommunikation getätigt und das Auftauchen einer Halluzination unterstreicht nicht nur den Höhepunkt einer demoralisierenden Situation, sondern merkt auf psychologischer Ebene ebenso die Bedeutsamkeit dieser Frage für das Individuum an. Größtenteils in der Mojavewüste aufgenommen, machen die Landschaftsaufnahmen einen guten und - an dieser Stelle passt der Ausdruck tatsächlich - authentischen Eindruck, was nicht selbstverständlich für ähnliche Filme aus den Sechzigern war. Aufgrund dieses Umstands verwundert es sehr, dass die Raumschiff-Darstellung selbst für die Zeit, in der der Film entstand, out of date ausschaut, um nicht zu sagen beschissen. Natürlich kann man sein Gaudium daran haben und fliegende Untertassen, die an eine schlechte Cartoonzeichnung denken lassen, als brüllend komisches Element ansehen, aber erstaunlich ist das schon, wie nachlässig an diesen Stellen gearbeitet wurde, obwohl NOTLANDUNG IM WELTRAUM ansonsten handwerklich eine Wucht ist.

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