Samstag, 21. Dezember 2013

Das Haus des Schreckens

Das Haus des Schreckens (Sherlock Holmes and the House of Fear)



USA, 1945
Genre: Kriminalfilm, Thriller
Regisseur: Roy William Neill
Darsteller: Basil Rathbone, Nigel Bruce

Sherlock Holmes und sein Partner Dr. Watson reisen nach Schottland auf einen abgelegenen Landsitz, wo sie sich mit fünf Männern eines privaten Klubs treffen. Diese haben hohe Lebensversicherungen abgeschlossen und sich gegenseitig als Begünstigte eingetragen. Jedoch bestand ihr Klub ursprünglich aus sieben Mitgliedern, aber zwei von ihnen sind bereits ums Leben gekommen. Ob sich da jemand durch die Tode bereichern möchte?

Verständliche Aufschlüsselungen

Kommentar: Ein B-Film, bei dem das Krimi-Rad nicht neu erfunden wird, aber dafür die Vorzüge des Genres in dessen traditioneller Formulierung herausgestellt werden. So viel zu wissen, wie der Detektiv, der an einem Fall arbeitet, und die Lösung mitzuraten, dabei Hypothesen aufzustellen und wieder zu verwerfen, ist für den Zuschauer aufregend und funktioniert als Mitmachangebot, auch wenn der fiktive Schnüffler meistens doch etwas schlauer ist und um mehr Ecken denken kann, als man selbst. Überraschend an DAS HAUS DES SCHRECKENS ist es, dass er trotz der kurzen Spielzeit von weniger als 70 Minuten einen stimmigen dramaturgischen Aufbau des Falls aufweisen kann, also keine realitätsfernen Verbindungen braucht, um zur üblichen Auflösung zu kommen. Die Aufschlüsselungen der versteckten Zeichen zirkulieren immer im Bereich des Möglichen oder Verständlichen, denn Holmes scharfer Geist liebt die Logik und das Drehbuch lässt uns aufgrund relativ weniger Knäuel auch nicht daran zweifeln, dass alles mit rechten Dingen zugeht und der Zuschauer die gleichen Chancen hat, bei der Untersuchung erfolgreich zu sein. Obwohl diese Verfilmung einer Doyle-Geschichte ein sehr ernstes Thema hat und die Krimistimmung öfters in eine Horroratmosphäre umschlägt, wollte man nicht peinlich genau diese Umstände auf die Dialoge zwischen Holmes und seinem Partner Watson übertragen. Die Diskussionen zwischen den beiden sind deshalb auch eher amüsant und zur Auflockerung gedacht. An einer Stelle entfernt sich Sherlock Holmes beispielsweise für kurze Zeit von Watson, der diesen Akt aber gar nicht realisiert und einfach weiterspricht. Als er sich über Personen äußert, huhut in der Nähe eine Eule, was Watson aber als ein "Who?" seines Kollegen wahrnimmt, wodurch er sich gezwungen sieht, auf die Zwischenfrage erklärend Antwort zu geben.

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