Montag, 17. Juni 2013

Weekend with my Mother

Weekend with my Mother (Weekend cu mama)



Rumänien, 2009
Genre: Drama
Regisseur: Stere Gulea
Darsteller: Medeea Marinescu, Adela Popescu

Vor 15 Jahren hatte sich Luzia dazu entschieden, in Spanien einen Neuanfang zu machen und deshalb ihr dreijährige Tochter Christina von den Verwandten aufziehen zu lassen. Im Hause der Familie ihrer Tochter angekommen, muss sie jedoch erst einmal entdecken, dass Christina von zu Hause abgehauen ist. Nach einer Recherche über mehrere Kontakte findet sie ihre Tochter schließlich, die jedoch nichts mehr von ihr wissen möchte. Durch glückliche Umstände kriegt Luzia es dennoch hin, Christina dazu zu überreden, mit ihr ein Wochenende auf dem Landstück ihres Großvaters zu verbringen.

Zügiger Rhythmus dank des unsauberen Drehbuchs

Kommentar: Mit vielen englischsprachigen Liedern, die dem Genre Alternative Rock zuzuordnen sind, begleitet der rumänische Filmbeitrag eine auf Gutmachung bedachte Mutter, die ihre vor vielen Jahren zurückgelassene Tochter besuchen möchte. Obwohl WEEKEND WITH MY MOTHER zu klar in seinen Konfliktbenennungen ist und manchmal auf stark oberflächliche Weise nicht für die Erzählung relevante Themenkomplexe mit hineinnimmt, leistet das Drehbuch wenigstens dadurch eine Entschädigung, dass man niemals das Gefühl bekommt, sich im Kreis zu drehen. Durch den zügigen Rhythmus entstehen zwar zig Leerstellen und Plotpunkte, die einfach mal übersprungen oder nur kurz angetippt werden, doch im Ganzen verträgt sich die Herangehensweise mit dem melancholischen Grundton des Filmes von Stere Gulea, der seit den Siebzigern als Regisseur arbeitet und mit WEEKEND CU MAMA seinen ersten Film in 13 Jahren gemacht hat. Ob die Unsauberkeiten im Skript geplant waren, um alles etwas unsicherer und unbestimmter wirken zu lassen, sei mal dahingestellt. Von essenzieller Bedeutung ist schließlich das Umgesetzte an sich, das Ergebnis aller Ereignisse. Dieses schaut sich wiederum wie eine berührende, aber nicht ohne Opfer ausbleibende Mutter-Tochter-Versöhnung an, deren Motiv der Suche sowohl am Anfang als auch am Ende mit detektivischen Abschnitten in der Geschichte semantisch auf eine exzellente Art und Weise hervorgehoben wird.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen