Mittwoch, 7. November 2012

Die 18 Kämpfer aus Bronze

Die 18 Kämpfer aus Bronze (Shao Lin si shi ba tong ren) 
 


Hongkong/Taiwan, 1976
Genre: Action
Regisseur: Joseph Kuo
Darsteller: Carter Wong, Tien Peng

Damit der kleine Shao Lung später klug und stark wird, schickt seine Großmutter das Waisenkind in ein Shaolinkloster. Dort erlernt Shao Lung nach vielen Jahren harten Trainings endlich die 18 verschiedenen Kung Fu-Stufen und meistert mit seinem Lieblingskumpanen Tang Shun den gefährlichen und schwierigen Shaolin-Tunnel, woraufhin beide das Kloster verlassen dürfen. Als Shao Lung seine Großmutter besuchen will, erfährt er von einem Mann, dass sie schon gestorben ist. Des Weiteren klärt ihn der Fremde über den wahren Hintergrund des Vaters auf. Der war nämlich ein Rebellengeneral und wurde vom grausamen Fürsten Hu Yun Ching umgebracht. Fortan sinnt Shao Lung nach Rache.

Inhaltsleere Kung Fu-Action

Kommentar: Durch seine Unverkrampftheit betont dieser Shaolin-Actioner seine vorzüglichste Seite, nämlich, sich nicht in die Gefahr zu begeben, etwas Relevantes erzählen zu müssen. Die Handlung ist auswechselbarster, offenkundigster Quatsch, der sich im Kontext des Subgenres als Vergeltungsstory subsumieren lässt, ohne dass man ihm unfair gegenübertrete, weil man stark vereinfache. Der Sinn für Vereinfachung verbirgt sich in der Handlung selbst, die keinerlei Psychologisierung, geschweige den Anzeichen von Komplexität aufweist. Dass dieser Umstand gerade den Reiz ausmacht, ist keine Überraschung. DIE 18 KÄMPFER AUS BRONZE strahlt gerade wegen seiner Faulheit mit Mustern zu brechen, eine enorme Vitalität aus. Er macht Spaß, weil er naiv ist. Die Szenen im Shaolin-Tunnel, in dem die Kämpfer sich gegen 18 bronzene Kämpfer versuchen müssen, pressen den Begriff "Kult" irgendwie aus einem heraus, wofür Stimmung und Aufbau des Tunnels sorgen, die bisweilen an ein Computerspiel beziehungsweise eine TV-Sendung denken lassen. Wer den Parkour meistert, der darf sich übrigens als Belohnung noch ein Drachensymbol auf den Arm einbrennen lassen. Wie cool ist das denn!?

5/10

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