Samstag, 15. Oktober 2011

Ploy

Ploy


Thailand, 2007
Genre: Drama
Regisseur: Pen-Ek Ratanaruang
Darsteller: Pornwut Sarasin, Lalita Panyopas

Dang und ihr Ehemann Wit leben in Amerika, kehren jedoch wegen einer bevorstehenden Beerdigung für einige Tage in ihre Heimat Thailand zurück. Sie quartieren in einem Hotel und sind beide ziemlich gestresst vom langen Flug. Wit's Zigaretten sind alle und so verlässt er das Zimmer, um an der Bar sich neue zu besorgen. Dort trifft er die 19-jährige Ploy, die noch einige Stunden auf ihre Mutter warten muss. So kommt Wit die Idee Ploy in dem von ihm und seiner Frau belegten Hotelzimmer schlafen zu lassen.

Kommentar: Es existieren viele Filme über die Liebe, aber wenige sind wirklich so magisch wie beispielsweise "Ploy". Dass es überhaupt eine Magie gibt, hat einen besonderen Grund. Natürlich kann hier mit der Benutzung der pop-ästhetischen Ambient Sounds argumentiert werden, die das räumlich beänstigende, die gesamte surreale Stimmung transportieren. Aber viel faszinierender ist der Ort der Handlung. Es ist das Hotel, welches als Dreh- und Angelpunkt zweier unterschiedlicher Beziehungen fungiert. Einmal ist es die konventionelle Ehebeziehung von Wit und Dang und in anderen Momenten das körperlich betonte, sexuelle Treiben zwischen dem Barkeeper und dem Zimmermädchen des Hotels. Regisseur Ratanaruang stellt durch den parallelen Ablauf der Geschehnisse vor allem die Ehe, die feste Bindung in Frage. Das Ende ist wenig überraschend, sondern eigentlich allzu offensichtlich, wenn Ehemann Wit nach einer halben Stunde Spielzeit der Meinung ist, die Liebe habe immer ein Verfallsdatum.

8/10

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