Freitag, 6. Mai 2011

Monrak Transistor

Monrak Transistor


Thailand, 2001
Genre: Drama, Komödie, Musik
Regisseur: Pen-Ek Ratanaruang
Darsteller: Supakorn Kitsuwon, Siriyakorn Pukkavesh

Pan und Sadao sind glücklich verheiratet und erwarten in den nächsten Monaten ein Kind. Doch ein unglücklicher Umstand reißt das junge Paar aus ihrem Glück. Pan wird vom Militär eingezogen und muss Frau und Kind zurücklassen. Als Soldat hält er es jedoch nicht lange aus und rennt seinem Traum nach, ein bekannter thailändischer Volkssänger zu werden. Was sich danach ereignet, ist eine Aneinanderreihung unglücklicher Zufälle. - Dass das Leben hart ist, weiß jeder. So richtig scheint Pan diese Begleiterscheinung aber erst zum Ende zu realisieren. Er ist ein klassischer Anti-Held, der nicht begreift, wie die Welt funktioniert. Diese Naitivität verkörpert auch seine Frau Sadao, die nach einer Enttäuschung einen anderen Mann an sich lässt, der sie nach Zeugung eines Kindes einfach sitzen lässt. Natürlich ist all der Rahmen hierfür eine klassische Lovestory. Jedoch nichts Runtergespultes oder Tausendmalgesehenes. Visuell hinterlässt dieser Film Spuren und die Bilder bleiben zum Ende hin in ihrer präsenten Ästhetik sehr emotional geladen. Auch die Verschrobenheit einiger Nebenfiguren findet ihre ganz eigene Nische in diesem Streifen, hervorzuheben sind sicherlich die Auftritte des sehr sarkastischen Gefängsniswärters, der Teile von Pan's tragikomischer Geschichte mit einem hämischen Lachen kommentiert. Nicht minder gelungen bringt Autorenfilmer Pen-Ek Ratanaruang die Mittel des Musicals zum Vorschein. Diese werden höchst sparsam, aber dafür präzise eingesetzt und funktionieren im Kontext der Handlung wunderbar. Der Film installiert sich recht schnell in den Kopf und von da krieg ich ihn persönlich wohl aufgrund der bilder- und tonangebenden Gewalt niemals weg. Oder wie Pan es krächzen würde: "Mai Leum."

7/10

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