Sonntag, 8. Dezember 2013

Blumen des Schreckens

Blumen des Schreckens (The Day of the Triffids)



UK, 1962
Genre: Horror, Sci-Fi
Regisseur: Steve Sekely
Darsteller: Howard Keel, Nicole Maurey

Am Londoner Himmel können die Menschen einen Meteoritschauer beobachten. Doch alle, die ihn sehen, erblinden daraufhin, sodass die ganze Stadt in ein Chaos stürzt. Nur wenige Personen können noch sehen, wie zum Beispiel Bill Masen, der sich zum Zeitpunkt des Spektakels in einem Krankenhaus befand, weil er sich von einer Augenoperation erholen musste. Zusammen mit anderen Sehenden muss er die Welt vor einer Invasion retten.

Unter den Blinden ist der Zweiäugige König

Kommentar: Was mit B-Movies Jahrzehnte nach ihrer Herstellung passiert, das kann kaum vorhergesehen werden. Manche haben das Glück als kultiges Produkt verehrt zu werden oder gar sichtbare Prägungen an anderen Werken zu hinterlassen, während viele von den Sachen wiederum in Vergessenheit geraten oder dem durchschnittlichen Enthusiasten des B-Films nicht schmackhaft genug sind. Auf BLUMEN DES SCHRECKENS trifft gar nichts davon zu, obwohl ich ihn gerne in der Ecke der Vergessenen sehen würde, aber zu meinem Unglück gilt er als akzeptiertes Endzeit-Material mit einigen trashigen Ausrutschern, die man ihm gerne verzeiht. Nett, klein, nicht gemein. Ein Jammer ist es, dass gerade dieser niedrig budgetierte Spielfilm szenebekannt ist und der Tenor ihn als mindest durchschnittlich ausweist, obwohl Werke mit Riesenviechern häufig ganz durchfallen. Die Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird, fehlt bekanntlich anderen Projekten. Die Apokalypse-artige Situation, in der fleischfressende Pflanzen aus dem All auftauchen, um Menschen zu verspeisen, die durch einen zuvor stattgefundenen Meteoritschauer blind wurden, kommt nämlich nie über das Wesen einer Skizze hinaus. Selbst die Albernheiten, wie das ulkige Geräusch, welches die Pflanzen machen, geben nichts Konkretes her. So stagniert das Jux-Niveau nach einer Zeit ziemlich deutlich, weil auch der Schauwert der Monsterpflanzen sich auflöst. Der Anfangsteil mit seinen Straßen, auf denen sich Blinde langsam vorwärtsbewegen oder die Aufnahmen aus dem Inneren eines Flugzeugs, deren Piloten natürlich auch nichts sehen können und deshalb unweigerlich abstürzen müssen, sind aber einzelne Lichtblicke, die mich doch berührt haben.

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