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Rififi

Rififi (Du rififi chez les hommes)



Frankreich, 1955
Genre: Kriminalfilm, Drama
Regisseur: Jules Dassin
Darsteller: Jean Servais, Carl Möhner

Tony plant kurz nach seiner Gefängnisentlassung mit seinen befreundeten Berufsgangstern einen neuen Coup. Das Ziel ist ein Juweliergeschäft und der dort stehende Geldschrank. Allerdings ist das Projekt auch ein großes Risiko, da die Männer ein komplexes Alarmsystem austricksen müssen, um an die begehrten Juwelen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar heranzukommen.

Kommentar: Mustergültiger Genrefilm mit einer sehr guten Figurenzeichnung, der die selbstzerstörerischen Kräfte im Männerkosmos im Allgemeinen und im Berufsgangstertum im Speziellen unter die Lupe nimmt. Im Original heißt der Film nicht umsonst "Du rififi chez les hommes", auf Deutsch: Krawall zwischen den Männern. Hauptdarsteller Jean Servais spielt den eiskalten und abgebrühten, kaum zu Emotionen neigenden Verbrecher Tony auf geniale Art und Weise. Der immer allgegenwärtige Ernst in seiner Person und seine brutale Gangsterlogik lassen seinen Beinamen "Der Sanfte" ironisierend wirken, wofür auch eine Szene sorgt, in der er eine Frau auspeitscht. Wie bei einem künstlerischen Film üblich findet die Gewalt entweder außerhalb des Bildes statt oder wird durch eine distanzierte Kameraaufnahme ästhetisiert. Das Herzstück von "Rififi" bildet sich jedoch aus einer anderen hervorragenden Prämisse. Die Einbruch- und Raubsequenz ist eine über 30-minütige Quasi-Realzeitaufnahme ohne Musik und Dialoge. Die schweißbeladenen Gesichter und die zitternden Hände transportieren die gesamte Belastung der Verbrecher durch die Bilder, und das in einer atemberaubenden Form, welche einem Meisterstreich gleicht.

7/10

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