Donnerstag, 27. Juni 2013

Beim Jodeln juckt die Lederhose

Beim Jodeln juckt die Lederhose



Deutschland, 1974
Genre: Komödie (Softcore)
Regisseur: Alois Brummer
Darsteller: Dorothea Rau, Franz Muxeneder

Ein Bus mit Touristinnen und einem Direktor aus Berlin hält vor einem Hotel in Bayern an. Die Winterurlauber sind jedoch wenig an der schönen bayrischen Landschaft und den Bergen interessiert. Stattdessen sind sie hier, um erotische Abenteuer zu erleben und die bayrische Bettenqualität zu testen. Allerdings möchte der Wirt des Hotels nicht, dass es in seinen Zimmern heiß her geht und bittet die Gäste, sich anständig zu verhalten.

Jux, Tollerei und geiles Fleisch

Kommentar: Brummer schickt den Zuschauer bzw. Voyeur in eine Zone zahmer Ferkeleien, die, gestützt durch eine klamaukhafte Handlung, eine Unerotik darbieten, wie es für Lederhosenfilme irgendwie charakteristisch ist. Allerdings enthält Brummers Mix aus doppeldeutigen Dialogen, dem Heimatfilm entnommener Optik und einem parodieartigen Grundton hier und dort Phasen, in denen es wirklich Feuer und Flammen im Spiel der gezeigten Personen gibt, weil ihr Tun im Zusammenhang mit der Handlung auf Spontanität aufbaut und im selben Moment ein großes Risiko bereithält. So beschwört man eine knisternde Atmosphäre beispielsweise dadurch, dass man ein in der A-Tergo-Stellung fickende Pärchen einfach mal die Skipiste auf einem Schlitten runter düsen lässt oder auch mit einer Glory-Hole-Variante überrascht, bei der der Begriff Erotik schon wieder zu abgegriffen scheint und nach einer Steigerung verlangt. Dem sexuellen Utopia innerhalb des Hotels, wo Urlauber aus dem Norden einchecken, um zur Abwechslung auch mal bayrisches Material zu kosten, kann natürlich nichts entgegen gebracht werden und das puritanische Gehabe des Wirtes gegenüber den Ausprobierern und neugierigen Vergnügungssüchtigen treibt die Gäste eher dazu, noch mehr Spaß zu haben, denn schließlich bekommen sie dadurch Jux, Tollerei und geiles Fleisch zum Preis von einem, all inclusive. Daneben überzeugt auch der Strang mit der Tochter des Wirtes, die sich endlich von der Fremdbestimmung des Papas lossagen möchte.

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