Freitag, 26. Oktober 2012

Triangle

Triangle (Tie saam gok)
 


Hongkong, 2007
Genre: Thriller, Drama
Regisseur: Tsui Hark, Ringo Lam, Johnnie To
Darsteller: Louis Koo, Simon Yam

Ein fremder Mann erzählt den dringend nach Möglichkeiten der schnellen Geldbeschaffung suchenden Sam, Fai und Mok etwas von einem Goldschatz, woraufhin die drei armen Schlucker zuerst skeptisch reagieren. Doch die Skepsis legt sich, als der Fremde ihnen ein Teil des Goldschatzes vorlegt. Schnell stellen sie einen Plan zusammen und begeben sich unter das Parlamentsgebäude, wo der Schatz versteckt sein soll. Der Raub wird zu keinem großen Problem, löst aber große Schwierigkeiten aus.

Gangsterfilm-Experiment aus Hongkong

Kommentar: Trotz des prächtigen und unkonventionellen Finalakts gestaltet sich die Regiezusammenarbeit von drei bekannten Profis als ein zähes, mit Handlungsschemen mühsam spielendes Werk. Es hat den Anschein, als hat man sich nicht festlegen können, worüber der Film letztendlich erzählen soll, wo sein zentraler Punkt liegen muss. Ein wirres, unprätentiöses Konglomerat von Ideen, bei dem jedoch keine alles um sich vereinende Mitte existiert. Es sei denn, diese Mitte ist der Schatz, den Sam, Fai und Mok unter der Damentoilette des Parlaments finden. Im letzten Viertel des Films und dem Aufeinandertreffen mehrerer Gruppen, worunter sich auch ein ahnungsloser Polizist befindet, kann man dem glücklichen Fund tatsächlich so etwas wie eine magnetische Wirkung bescheinigen. Und trotzdem, diese Überlegung gleicht in keiner Weise das ansonsten unbefriedigende Drehbuch aus. Obwohl TRIANGLE nie großspurige Versprechungen macht, weil er diese sowieso nicht einlösen kann, und dafür mit ungestümen Actionszenen geizt, verfehlt er seine Wirkung und lässt ungenutztes Potenzial liegen. Das ist natürlich kein Untergang, doch vielleicht ein Beispiel dafür, dass Regisseure Visionäre sind und mehrere Visionen nur selten miteinander kooperieren.

4/10

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