Freitag, 20. Juli 2012

Im Dreck verreckt

Im Dreck verreckt (Le rapace)



Frankreich/mexiko/Italien, 1968
Genre: Thriller
Regisseur: José Giovanni
Darsteller: Lino Ventura, Xavier Marc

Profikiller Rital reist in ein lateinamerikanisches Land ein und wird beauftragt den Staatschef umzubringen, um eine Revolution im Land in Gang zu setzen. Der unerfahrene und naive Chiko ist der Enkel des aktuellen Präsidenten und soll nach einem erfolgreichen Umsturz die Position seines Großvaters übernehmen. Nur kommt alles anders, weder zum Vorteil von Chiko noch zum Vorteil des Profikillers.

Kommentar: Ein Thriller, der kaum jemanden vollends befriedigen dürfte. Weder die Fraktion der Actionorgien-Liebhaber noch die Gruppe, die nach psychologisch raffinierten Stücken Ausschau hält. Stattdessen bietet "Le repace" für alle beiden Seiten etwas, aber eben nur in unausreichender Menge. Lino Ventura darf den kauzigen und strengen Killer geben, dem kaum Emotionen zu entlocken sind und der mit dem grünschnabeligen Chiko natürlich keine Mühe hat fertig zu werden. Einige Tage müssen die beiden auf engstem Raum verbringen. Das entlockt natürlich etliche Konflikte und trägt sehr zur Charakterisierung der Figuren bei. Was den Machern um Regisseur Giovanni aber wenig gelingt, ist die Vermittlung eines Raummangels zwischen den Personen. Die Konflikte werden nicht atmosphärisch akzentuiert, sondern vielmehr leblos zusammengetragen und akkumuliert. Oder einfach gesprochen: Es fehlt etwas Lebendiges. Vielleicht beruht diese negative Beurteilung auch einfach nur darauf, dass etliche auf einen Raum begrenzte Situationen eine bessere Umsetzung bekommen haben. Im hinteren Teil des Films gibt es einige coole Schießereien und die unvermeidbare Annäherung des Profikillers zum grünschnabeligen Chiko.

4/10

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