Dienstag, 19. Juni 2012

Metropia

Metropia



Dänemark/Finnland/Norwegen/Schweden, 2009
Genre: Thriller, Sci-Fi (Animation)
Regisseur: Tarik Saleh
Darsteller: Vincent Gallo, Juliette Lewis

Europa im Jahr 2024: Die Ölreserven sind aufgebraucht. Das Vorwärtskommen mit Autos geht schon lange nicht mehr, dafür erstreckt sich über ganz Europa ein gigantisches unterirdisches Bahnnetz. Roger ist ein Mitarbeiter in einem Call-Center, der sich dadurch strafbar macht, dass er statt mit der U-Bahn, mit seinem Fahrrad den Hin- und Rückweg von der Arbeit nimmt. Fahrrad fahren verstößt nämlich gegen die Gesetze der riesigen Überwachungszentrale Trexxx.

Kommentar: Dreckig, düster und kalt. Die Note Eins für die optische Umsetzung einer dystopischen Welt sollte man dem Werk Tarik Saleh zugestehen, schafft er es doch das Big Brother-Konzept als im Jahr 2024 zur Idee Europas zugehöriges Teil mit Unterstützung lebloser Bilder zu thematisieren. Natürlich ist die Heldenfigur einer vom Typus des Andersdenkenden, des Andersverhaltenden, der irgendwann in das Visier der Mächtigen gerät, da er die gesellschaftliche Ordnung gefährdet. So weit, so gut. Das Drehbuch mit seinen Thriller-liken Verwirrspielchen ist nur insofern als halbwegs aufregend zu bezeichnen, als dass es dem Zuschauer so lange wie möglich die genauen Beziehungen zwischen den Figuren vorenthält. Ansonsten werden Handlungspunkte statisch abgearbeitet, sodass der Film aufgrund des leblosen Europas, das er zeigt, selbst von der Leblosigkeit nicht weit entfernt ist. Die visuelle Umsetzung nutzt eben wenig, wenn sie sich nur selten gefühlsauslösend zeigt.

3/10

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