Freitag, 21. Oktober 2011

Die toten Augen des Dr. Dracula

Die toten Augen des Dr. Dracula (Operazione Paura)



Italien, 1966
Genre: Horror, Thriller
Regisseur: Mario Bava
Darsteller: Giacomo Rossi-Stuart, Erika Blanc

In einem abgelegenen Dorf gehen mysteriöse Dinge vor sich und die abergläubischen Bewohner leben in Angst. Als ein Mädchen sich umbringt, sieht der Inspektor keine andere Wahl und lässt den jungen Arzt Dr. Eswai kommen, obwohl die Dorfbewohner auf Fremde nicht gut zu sprechen sind. Er soll eine Autopsie durchführen und Licht in den Todesfall bringen. Bei der Untersuchung der Leiche lernt Eswai Monica kennen, die ihm von einer alten, düsteren Dorflegende erzählt.

Kommentar: Ich setze mich ab und an für deutsche Verleihtitel ein, weil sie eben ab und an - zumindest was Genrefilme betrifft - besser sind als die Originaltitel. Aber im vorliegenden Fall weiß ich auch nicht mehr weiter. Denn viel krasser kann man mit einem Titel eigentlich gar nicht mehr daneben liegen. Das Original bedeutet übersetzt Operation Angst und beschreibt passend sowohl die Stimmung des Films wie auch die Idee des Regisseurs. Leider vermag Bava keine Angstgefühle zu erzeugen. Die inflationäre Verwendung dramatisch klingender Musik zur Intensivierung bedrohlicher Szenen ist ein gewaltiger Ausdruck fehlender Inspiration und entlarvt den Film konsequent als Möchtegern-Gruselkino. Als grusel-dich-oder-stirb-Kino. Glücklichweise kann Brava trotz dieser Neigung zur Penetranz doch noch etwas bieten. So ist die Einführung in das kleine, abgelegene Dorf, welche der Zuschauer mit der Hauptperson Dr. Eswai erlebt, besonders aufregend und von der Spielzeit auch gar nicht so kurz geraten. Die visualle Arbeit verbuche ich ebenfalls auf der Habenseite, freue mich noch über die "Vertigo"-Anleihen und den kleinen Schwenk zum Surrealistischen in der letzten halben Stunde.

4/10

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