Sonntag, 11. November 2012

Phenomena

Phenomena



Italien, 1985
Genre: Drama
Regisseur: Dario Argento
Darsteller: Jennifer Connelly, Daria Nicolodi

In einem schweizerischen Mädcheninternat angekommen, wird der jungen Jennifer Corvino ein Zimmer mit der aus Frankreich stammenden Sophie zugeteilt, die ihr vor dem Schlafengehen die Geschichte von einer aktuellen Mordserie an jungen Mädchen in der nahen Umgebung erzählt. Gleich in ihrer ersten Nacht im Internet schlafwandelt Jennifer und findet sich irgendwann an einem Waldrand wieder, wo sie einer Schimpansin begegnet, die sie zu einem Insektenforscher führt. Dort erklärt Jennifer dem Wissenschaftler ihre Liebe für Insekten und zeigt, dass sie mit den kleinen Lebewesen kommunizieren kann.

Heavy Metal und Gewalt

Kommentar: Dieses völlig und ganz in Argentos Œuvre passende Werk wirbt zwar nicht damit, die stärkste Leistung des Regisseurs zu sein, bringt jedoch einige nicht uninteressante Vermischungen und Darbietungen mit sich. Zum einen ist es sehr aufregend mitzubekommen, dass Argento musikalisch variiert, den für seine damaligen Filme typischen eindringlichen Elektrosound öfters durch scheppernde Rockmusik austauscht, und zum anderen ist PHENOMENA deshalb von Bedeutsamkeit, weil der italienische Regisseur sich hier auf keine festen Schemata einigt und so innerhalb der Regeln und  Mustern des Giallo nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten sucht. Diesen aufgeführten Punkten zum Trotz lässt sich der Film, der in der goldenen Schaffenszeit seines Schöpfers entstand, dank des ärgerlich dämlichen Drehbuchs selten ernst nehmen. Eine normale Serienmordstory hätte in PHENOMENA erzählt werden können, doch den Machern gefiel es, Elemente aus dem Mysterybereich in der Handlung hervorzuheben, was sich leider nicht als Beweis für die Flexibilität des Giallo vernehmen lässt, sondern das Sub-Subgenre eher zu einem falschen Experimentier- und Versuchsfeld erklärt. Höhepunkte bleiben wieder einmal - wie sollte es auch anders sein - die brutalen Exzesse, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass die extraordinären Momente Seltenheiten sind.

3/10

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