Mittwoch, 12. Dezember 2012

Lover's Concerto

Lover's Concerto (Yeonae Soseol)



Südkorea, 2002
Genre: Drama
Regisseur: Lee Han
Darsteller: Cha Tae-hyun, Lee Eun-joo

Der junge, im Restaurant arbeitende Ji-hwan begegnet den beiden Freundinnen Soo-in und Kyung-hee. Er verliebt sich auf den ersten Blick in das erstgenannte Mädchen und rennt den beiden, nachdem sie sein Restaurant verlassen, hinterher, um sie anzusprechen. In einer schüchtern-verklemmten Art gesteht er Soo-in seine Liebe, die sich davon zwar unbeeindruckt zeigt, das Freundschaftsangebot von Ji-hwan jedoch nicht abschlagen kann. Fortan gestalten Soo-in, Kyung-hee und Ji-hwan ihre freizeitlichen Unternehmungen gemeinsam.

Gefühlsmusik, die schon gefühlte hundertmal fühlen ließ

Kommentar: Filmen, die mit besinnlichen Klavierspielereien anfangen und enden, kann man gar nicht genug skeptisch gegenübertreten, noch dazu, wenn es sich um an der Grenze zu Kitsch befindenden Arbeiten handelt, deren Natur man völlig gerechtfertigt kritisiert und angreift. YEONAE SOSEOL unterlässt weder die sich oft ökonomisch auszahlenden Anbiederungsversuche noch blickt es aus der Position eines Werks des Genre Melodrams über irgendeinen Tellerrand. Erzählerisch läuft alles mehr auf Sparflamme, man nimmt sich die Zeit die Dreiecksstory zu etablieren und zu entwickeln, macht einige Zeitsprünge, klärt Hintergründe, drängt die Protagonisten in Konfliktsituationen und bereitet die inhaltlich dünnen Szenen mit affektbetonten musikalischen Klängen auf. Dass der so fabrizierte poetische Unrealismus kein Unruhestifter ist, darf als die größte Leistung des Regisseurs und Drehbuchautors Lee Han bezeichnet werden. Die Ursache dafür versteckt sich in den drei für die Handlung relevanten Figuren, welche seltsam echt erscheinen, unter anderem deshalb, da sie keine große Auffälligkeiten besitzen und damit nicht in die Gefahr kommen, stereotypische Erscheinungen oder klar abgegrenzte Rollenkonzepte zu bedienen. Gegen das aufgeblasene Gefühlskonzert im Finale habe selbst ich nichts einzuwenden, gegen einige bumpy moments im Skript allerdings schon.

4/10

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